Angst und Abscheu in der BRD | LAUCKE

Angst und Abscheu in der BRD

Foto Axel Scherer

Dirk Laucke

Premiere 21. Oktober 2011 im Theater Oberhausen

Seit dem Sommer 2010 recherchiert der Autor Dirk Laucke zusammen mit seinem Mitstreiter Matthias Platz in den linken und rechten politischen Szenen der Republik: Im Laufe dieser Reise ins Herz der Deutschen sto en sie dabei auf totalitäre Ideologien im Namen des Friedens, der Arbeit, des  Volkes, der Heimat, des Hasses, auf revisionistische Sichtweisen der deutschen Vergangenheit und die Grenzen der Vernunft. Festgehalten wird dieses Material auf verschiedenen Tonträgern, Filmmaterialien und in Texten.

Im Herbst 2010 präsentierten sie gemeinsam mit der Ausstatterin Simone Wildt und dem Musiker Thomas Mahmoud die bis dahin gefundenen Original-Bilder und -Töne im Ringlokschuppen Mülheim in Gestalt einer Performance. Aus diesem Material entwickelt Dirk Laucke nun einen Theatertext, den er als Regisseur am 21. Oktober 2011 im Theater Oberhausen zur Uraufführung bringen wird.


„Auf einer Demo gegen Nazis ist es schwieriger geworden, die ,richtige' Seite zu finden. Das liegt am neuen, den Autonomen Linken abgekupferten Kapuzenpulli-Sonnenbrille-Dresscode der Autonomen Nationalisten und Anti-Antifa, dem Verzicht auf Sütterlinschrift auf den Transparenten zugunsten von Graffiti. Gängig geworden sind Ché-Abbilder und Pali-Tücher, und ab und zu spielt der DJ der Faschos sogar Ton Steine Scherben und die Toten Hosen. Vielleicht handelt es sich um eine Art Werbetrick, um identitäts-durstigen Nachwuchs ins hip-gemachte rechte Lager zu ziehen. Vielleicht steckt aber auch mehr dahinter?"

Dirk Laucke

„Dieser Abend ist nichts für Weicheier, sondern harte, kompromisslose Abrechnung mit einer Gesellschaft, die sich für demokratischer hält als sie es ist.“ (WDR)

Nach zwei bejubelten Gastspielen beim Heidelberger Stückemarkt  und bei den Autoren Theatertagen am Deutschen Theater Berlin war Angst und Abscheu in der BRD“ von Dirk Laucke am 15. Juni 2012 im Rahmen des NRW Theatertreffen 2012 zum letzten Mal am Theater Oberhausen zu sehen.

Regie, Text, Recherche Dirk Laucke Bühne und Kostüme Simone Wildt
Film, Recherche Matthias Platz Musik und Sounds Thomas Mahmoud
Dramaturgie Rüdiger Bering, Matthias Frense
Mit Anja Schweitzer; Richard Bahrenberg, Mohammad-Ali Behboudi, Sergej Lubic, Hartmut Stanke

Eine Koproduktion von Ringlokschuppen Mülheim und dem Theater Oberhausen. Gefördert durch die Kunsstiftung NRW