Saving The World | GOB SQUAD

Saving The World

Gob Squad

Special Guest - Theater Festival Impulse 2011 

Do | 07. Juli 2011 | 22.00 Uhr | Open Air | Eintritt frei
Fr. | 08. Juli 2011 | 21.30 Uhr | Open Air | Eintritt frei
Sa. | 09. Juli 2011 | 21.30 Uhr | Open Air | Im Rahmen der ExtraSchicht

Drei Superhelden erklären das CentrO Oberhausen zum Mikrokosmos von Mutter Erde. Sie erstellen für die Nachwelt das Filmarchiv einer in dieser Form bedrohten Spezies und befragen Menschen nach ihrer Herkunft, der Bedeutung von Geld, ihren Plänen und dem schönsten Moment des Tages. Mit unverwechselbarem Charme verführen sie Passanten dazu, zu zeigen, was ein Kuss ist oder wie Tanzen im 21. Jahrhundert aussieht. Diese großen Künstler verstehen es mit Leichtigkeit, das partikulare Ereignis, die scheinbar banale subjektive Empfindung mit unserem universellen Dasein zu verbinden.

„Die Zukunft zu kennen, ist der Wunsch vieler Menschen. Doch wenn wir wirklich alles wüssten, würden wir das überhaupt verkraften? Wir gewöhnen uns an immer mehr Nachrichten, dazu an immer schlechtere. Die Berichte und Bilder von der Katastrophe in Japan erscheinen uns als das Szenario der Apokalypse einer hochtechnisierten Zivilisation. (...) Man möchte fragen, wie wir unsere Zukunft noch kennenlernen wollen, wenn wir das Wenige, was wir wirklich wissen können, noch nicht einmal auf die Gegenwart anzuwenden in der Lage sind. Zu Beginn der Filmperformance ,Saving The World’ fragt der Zauberer (Martin Clausen), ob wir möglicherweise in tausend Jahren morgens aufwachen und alles wissen, weil wir mit den Daten aus aller Welt unmittelbar verbunden sind. Oder ob wir vielleicht gar nichts wissen? In seinen ,Schriften zur nächsten Gesellschaft’ führt der Soziologe Dirk Baecker die von Marshall McLuhan und Niklas Luhmann formulierte Vermutung aus, dass nur weniges eine so große Bedeutung für die Strukturen der Gesellschaft hat wie das jeweils dominierende Verbreitungsmedium. Im Zeitalter des Computers ,beginnen ‚unsichtbare Maschinen‘, die von ihrem eigenen Gedächtnis kontrolliert werden, sich auf eine Art und Weise an der Kommunikation zu beteiligen, wie man dies bislang nur vom Bewusstsein der Menschen gewohnt ist.’ Die Frage ist, wie kommt diese ,nächste Gesellschaft’ mit einem nicht zuvor gekannten Überschuss an Informationen zurande, deren Motive, Strategien oder technische Generierung nicht mehr als solche nachvollziehbar sind. (...) Das ,Medientheater’ von Gob Squad, eine Mischung aus bunter Straßenperformance und populären TVFormaten, rettet die Welt auf besondere Weise. (Matthias Frense)

Über Gob Squad
Gob Squad wurde 1994 von britischen und deutschen Künstlern in Gießen gegründet. Schon bald zählten sie mit ihren multimedialen Arbeiten zu den prägendsten Akteuren der internationalen Performanceszene. Ständige Mitglieder von Gob Squad sind Johanna Freiburg, Sean Patten, Berit Stumpf, Sarah Thom, Bastian Trost und Simon Will. Andere Künstler werden zu einzelnen Projekten eingeladen. Die Performances, die zumeist an urbanen Orten wie Bahnhöfen oder Einkaufszentren stattfinden, spiegeln mit ihrem experimentellen Einsatz von Videotechnik und populären Elementen die Absurdität und Komplexität modernen Lebens wider.

www.gobsquad.com

Konzept/Darsteller Martin Clausen, Johanna Freiburg, Sean Patten, Berit Stumpf, Sarah Thom, Bastian Trost und Simon Will

„Saving the world“ ist eine Produktion von Gob Squad in Koproduktion mit Hebbel am Ufer Berlin, Kampnagel Hamburg, zeitraumexit e.V. Mannheim und den Wiener Festwochen. Gefördert durch die Berliner Kulturverwaltung und die Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg.

Dieses Gastspiel ist eine Kooperation von Ringlokschuppen Mülheim an der Ruhr und Theater Oberhausen. In Zusammenarbeit mit CentrO Oberhausen. Gefördert durch die Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen und die Kunststiftung NRW.

Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ im Rahmen der Gastspielförderung Theater aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder.