Du sollst Dich nicht gewöhnen. Version 2.0

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 Eine szenische Lesung zum 90. Geburtstag Erich Frieds

15. Juni 2011 | 19.30 Uhr

Am 6. Mai 2011 wäre Erich Fried 90 Jahre alt geworden. Erich Fried war „deutscher Dichter“ und Österreicher mit britischem Pass, war Verfasser politischer Lyrik und freimütiger Liebesgedichte, war „revolutionärer Überwachungsdienst“ (M. Reich-Ranicki) und Freiraum fordernder Ehemann oder, wie ihn seine Witwe Catherine Fried in ihren Erinnerungen beschreibt: „Weiser und Narr in einem: unterhaltsam, erhellend oder peinlich und häufig auch alles zugleich oder in rascher Folge.“

Fried gewann der Sprache neue Möglichkeiten ab und entlarvte das Wortgeklingel politischer Rede und des literarischen Kunsthandwerks. Als politischer Lyriker war Fried aber ebenso umstritten wie als couragierter Menschenrechtler. In seinem Nachruf für Fried schrieb Marcel Reich-Ranicki, der „militante Poet“ Fried „verkörperte den permanenten Protest“, konstatierte aber auch, dass vor allem wohl die „Liebesgedichte“ aus dem Spätwerk als Gedichte bleiben werden.

Kontrovers und provozierend, aber auch freundlich-ehrend nähern sich Gerd Herholz (Leiter des Literaturbüros Ruhr, einst Interviewer und privater Gastgeber Frieds) und Maria Neumann (Schauspielerin am Theater an der Ruhr) dem Leben, Werk und Wirken Erich Frieds.

Textrevolte - Eine Reihe zu Literatur und Politik

Eine Kooperation von Literaturbüro Ruhr und dem Ringlokschuppen Mülheim