Reicht es nicht zu sagen ich will leben | GREHN & STOCKER

Reicht es nicht zu sagen ich will leben

Claudia Grehn, Darja Stocker

Mo. | 04. Juni 2012 | 19.30 Uhr | Theater
Di. | 05. Juni 2012 | 15.00 Uhr | Theater
Di. | 05. Juni 2012 | 19.30 Uhr | Theater

Ein Gastspiel im Rahmen der 37. Mülheimer Theatertage | Stücke 2012

Für „Reicht es nicht zu sagen ich will leben“ haben Claudia Grehn (geb. 1982) und Darja Stocker (geb. 1983) Interviews mit Menschen aus Leipzig und Weimar geführt. Aus dem Material haben die Autorinnen Figuren, Szenen und Dialoge entwickelt. Der endgültige Stücktext entstand schließlich auf der Probe, gemeinsam mit Regisseurin Nora Schlocker und dem Ensemble.

Widerstand ist die thematische Klammer, die die knapp 30 Szenen des Stücks zusammen hält. Ein Mann verliert kurz vor der Pensionierung seinen Job und damit den Boden unter den Füßen, er landet im Obdachlosenheim und deckt die Behörden mit aussichtslosen Klagen ein. Ein zorniger Gymnasiast schlägt einen Ausländer zusammen und wird aus Protest zum Penner. Seine Mitschülerinnen verstehen ihn nicht, wissen aber selbst nicht so genau, wie sie ihre Unzufriedenheit zum Ausdruck bringen sollen. Eine arbeitslose Akademikerin unterstützt Asylwerber, die von den Behörden schikaniert werden oder von Abschiebung bedroht sind. Sie alle nehmen am Ende an einer Demonstration teil, bei der es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei kommt.

Anders als in explizit dokumentarischen Theaterprojekten merkt man "Reicht es nicht zu sagen ich will leben" seinen Entstehungsprozess nicht an. Die Geschichten, die hier erzählt werden, hat zwar das Leben geschrieben - Grehn und Stocker aber haben sie zu einem Drama verdichtet. Sie zeichnen das Bild einer Gesellschaft, in der mit Wut immer auch Lebenswut gemeint ist.


Regie Nora Schlocker | Bühne Steffi Wurster  | Kostüme Sanna Dembowski | Dramaturgie Elisa Liepsch, Hans-Peter Frings, Johannes Kirsten

Mit Jeanne Devos | Markus Fennert | Carolin Haupt |Linda Pöppel | Hagen Ritschel |Barbara Trommer

Informationen unter:
www.stuecke.de/
www.nationaltheater-weimar.de/

Ort: Ringlokschuppen | Am Schloß Broich 38 | 45479 Mülheim an der Ruhr

Eintritt: 22.- | erm. 13,60.- | Abo 20% 17,80.- | Steuerkarte 15.- €