Fischsuppe | FUNNY VAN DANNEN

Fischsuppe

Funny van Dannen

Sa. | 20. Oktober 2012 | 20.30 Uhr | Konzert

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„Mit dem Mut der Verzweiflung geht immer was. Investmentbanker, aufgepasst!“ – Funny van Dannen

Schlicht „Fischsuppe“ lautet der Titel des dreizehnten Albums von Funny van Dannen. Nachdem vor drei Jahren sein letzter Longplayer „Saharasand“ erschien, serviert der Sänger, Gitarrist und Songschreiber endlich wieder 22 neue Lieder. Mit diesen beleuchtet der Humanist mit Humor und Akustikgitarre gekonnt die Dialektik der menschlichen Existenz zwischen Glück und Verzweiflung.

Als einem der letzten echten Romantiker unter den deutschsprachigen Liedermachern gelingt Funny van Dannen auch mit seinen neuen Kompositionen ein scharfer, musikalisch und philosophisch leidenschaftlicher Blick auf die Absurditäten unseres Alltages. Dabei pendelt er gekonnt zwischen dadaistisch anmutenden Wortspielen, anarchischem Witz, Protest und Poesie. „Ich habe eigentlich kein Thema. Das Thema ist das Leben. Da gibt es keine Einschränkungen“, so beschrieb er einmal die Quellen der Inspiration für seine Songs und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass „Fischsuppe“ inhaltlich in die Vollen gehen kann, wenn man sich die Ereignisse der letzten Monate noch einmal vergegenwärtigt… Seit Beginn seiner musikalischen Laufbahn entzieht sich Funny van Dannen allen Bemühungen, ihn und seine Lieder in gängige Schubladen zu pressen. Große Gefühle, kleine Dramen, Politisches, Absurdes, Beiläufiges, Beobachtungen, Geschichten, Ernstes und Nebensächlichkeiten: Er schöpft aus einem unüberschaubaren Fundus an Ideen und hat damit einen ganz eigenen, unverwechselbaren Stil entwickelt, der im Lauf der Jahre zehntausende treuer Fans im gesamten deutschsprachigen Raum gefunden hat.

Funny van Dannen wird 1958 in Tüddern, einem Dorf in unmittelbarer Nähe von Sittard (NL) geboren und wächst dort mit Zöllnern, Schmugglern, Katholizismus, Fußball und Karneval auf. Er spielt in einer Tanz-Kapelle und tritt schon damals solo mit eigenen Liedern im Limburger Dialekt, seiner Muttersprache auf. 1978 geht er nach Berlin und macht eine Ausbildung zum Werbegrafiker, ohne Absicht, diesen Beruf jemals auszuüben. Er will Kunstmaler werden und stellt seit 1980 seine Bilder aus. In den Jahren 1984/85 betreibt er zusammen mit seiner Frau das Discount/Kaufhaus für Kunst. Er spielt und singt in diversen erfolglosen Bands (Dilettant Deluxe, Die träumenden Knaben, Hallo Trio), deren Musik eher seltsam als punkig oder jazzig zu nennen ist.

Ab 1987 tritt er mit selbstverfassten Geschichten und Gedichten auf, in der Folgezeit auch wieder mit deutschen Liedern zur Gitarre. 1988 ist er an der Gründung der Frauenband „Die Lassie Singers“ beteiligt, deren erste Single „Falsche Gedanken“ aus seiner Feder stammt.

Ab 1991 erscheinen etliche Bücher, zuletzt 2007 „Zurück zum Paradies“ (Kunstmann-Verlag München). 1995 kommt seine erste, live in Hamburg aufgenommene CD in die Läden. Zwölf Alben hat Funny van Dannen bis heute veröffentlicht. Mit Songs wie „Als Willy Brandt Bundeskanzler war“, „Nana Mouskouri“, „Freundinnen“ oder „Herzscheisse“ bewegt er sich gekonnt zwischen Komik und Melancholie.

Obwohl sich Funny van Dannen den gängigen Vermarktungsmechanismen bis heute weitestgehend verweigert und sich selbst als „widerwilliger Prominenter“ bezeichnet, schafften es seine letzten Buchund CD-Veröffentlichungen regelmäßig in die Hitlisten. Mit seinen Lese- und Konzertreisen füllt der „grandiose Sänger und Vortragende, ein wahrer Dichter“ (3sat Kulturzeit) die Hallen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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