Black Bismarck | ANDCOMPANY&CO.

Black Bismarck

ANDCOMPANY & CO.

11./12.10.2013 | 19.30 Uhr
Eintritt:
Vvk 10,– / erm. 5,– | Ak 12,– / erm. 7,– €

Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kolonialismus. Alle Mächte des alten Europa haben sich gemeinsam mit dem Osmanischen Reich und den USA in Berlin versammelt, um Afrika unter sich aufzuteilen. Auf Einladung Otto von Bismarcks fand 1884/5 die sogenannte „Kongokonferenz“ statt, auf der willkürlich Grenzen durch den afrikanischen Kontinent gezogen wurden. Zugleich markiert dieses Datum den Beginn der dreißigjährigen deutschen Kolonialherrschaft in den Gebieten des heutigen Togo, Kamerun, Namibia, Tansania, Burundi und Ruanda: Ausplünderung, Zwangsarbeit, Krieg und Genozid waren die Folge.

andcompany&Co. legen die vielfachen Linien und Verbindungen frei, die zwischen dem Höhepunkt der Kolonialzeit in Afrika und unserer politischen und wirtschaftlichen Gegenwart liegen. Eine U-Bahn-Station in der Nähe des ehemaligen Reichskanzlerpalais in Berlin scheint das Tor zur Unterwelt zu sein: Fürst Bismarck, der in Friedrichsruh keine letzte Ruhe fand, geht dort um als „weißer Mann“: Weißer Mann, was nun?

Fotos: Barbara Braun

Von und mit Dela Dabulamanzi, Simone Dede Ayivi, Alexander Karschnia, Nicola Nord, Gorges Ocloo, Joachim Robbrecht, Sascha Sulimma&Co. Bühne Jan Brokof&Co. Dramaturgie Alexander Karschnia&Co. Licht Gregor Knüppel&Co. Video Kathrin Krottenthaler&Co.

Eine Produktion von andcompany&Co. in Koproduktion mit HAU Hebbel am Ufer (Berlin), deSingel Antwerpen, FFT Düsseldorf, Ringlokschuppen Mülheim und dem Theater im Pumpenhaus Münster. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten und die Kunststiftung NRW