Conan der Barbar | SKART

Conan der Barbar

SKART

18./ 19. 10.2013 | 19.30 Uhr
Eintritt: Vvk 10,– / erm. 5,– | Ak 12,– / erm. 7,– €

Als legendärster Barbar der Filmgeschichte vereint Conan wie kein ein anderer Fantasy-Held Größenwahn und Überforderung, Zwang und Eskapismus, Versagen und Hoffnung. Er ist ein sinnlicher Einzelkämpfer, ein reflektierter Stumpfsinniger, ein strukturabhängiger Hedonist. In seiner radikalen Zerrissenheit wird er zum mitleidlosen wie einfühlsamen Anführer eines Rachefeldzugs, zum Opfer und Täter einer erbarmungslosen Sinnsuche.

Von allem zu viel und doch nie genug - dieses Schicksal teilen Conan und SKART, das unerschrockenste Zweipersonenkollektiv, das die junge deutsche Performanceszene derzeit zu bieten hat. Für SKART ist Conan eine gleichnishafte Ikone des westlichen Menschen. Ihre Revue folgt den Stationen seiner barbarischen Sinnsuche quer durch unsere bittere Gegenwart mit Blick zurück in die heile Welt der 80er Jahre. SKART zeichnet Conans Feldzug in opernhafter Opulenz nach: selbstgebaute Objekte, Instrumente und Maschinen, handgemachte Videos und elektronische Musik und eine deftige Portion Agitation mit kruden, poetischen, gehaltvollen wie haltlosen Traktaten vereint die Performance zu einem multimaterialer Showdown.

Fotos: Florian Krauß

Von und mit SKART (Philipp Karau, Mark Schröppel) und Stine Hertel, Stephan Janitzky, Anton Kaun, Stephanie Kayß, Kris Merken

www.skartskart.com, www.das-schau-an.de

Dank an Julia Blawert, Kathrin Ebmeier, Merlin Flügel, Heike Karau, Klaus Karau, Uwe Karau, Robin Keast, Sandrin Mohn, Jörg Raab, Ilse Schröppel, Michael Schröppel, Katharina Stephan

SKART sind Philipp Karau und Mark Schröppel, die sich im Studium der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen kennengelernt haben und gemeinsam multimediale, von bildender Kunst ebenso wie von elektronischer Musik geprägte Theaterprojekte verwirklichen. In wechselnder Zusammenarbeit mit befreundeten Künstlern kultivieren sie eine collagierende Arbeitsweise. SKART-Stücke sind irritierend-herausfordernde Bilder- und Textreigen, die sich sowohl an tradierten Klischees als auch am kollektiven, (pop-)kulturellen Gedächtnis Westeuropas abarbeiten, um gängige Sehgewohnheiten zu hinterfragen. Ihrer Ästhetik ist ein gebrochener und lustvoller Rock 'n' Roll-Habitus inhärent, der von Jugendkulturen genauso beeinflusst ist, wie von den historischen Avantgarden und der Pop Art. 

Eine Produktion von SKART, Künstlerhaus Mousonturm, Ringlokschuppen Mülheim und Landestheater Marburg. Gefördert von: NRW Landesbüro für Freie Kultur, Kulturamt Gießen, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Rudolf Augstein