Mörikes Schlüsselbein | OLGA MARTYNOVA

Mörikes Schlüsselbein

OLGA MARTYNOVA

Mi. | 10. April 2013 | 19.30 Uhr | Lesung

Eintritt: Vvk/Ak 7,-/ erm. 5,-

Textrevolte – Eine Reihe zu Literatur und Politik

Tiefsinnig, geistreich und leichtfüßig: ein verführerisches Porträt einer Welt, in der Sinnlichkeit und Literatur sich nicht im Weg sind.

Marina und Andreas sind ein mehr oder weniger stabil verheiratetes russisch-deutsches Paar in den besten Jahren, in ihrem Freundeskreis finden sich Schriftsteller, Dichter, Künstler: der Sinologe Pawel kennt zwar nach wie vor Hunderte von chinesischen Gedichten auswendig, vergisst aber, was vor einer Stunde war, der Ballerina Antonia sind die Menschen ausgegangen, denen sie von ihren Tourneen Geschenke mitbringen kann, und aus dem Studenten John ist ein Agent geworden. Und während der alte russische Dichter Fjodor stirbt, werden gerade wieder neue Künstler geboren: Andreas’ und Marinas Sohn Moritz wird zum Dichter, ihre Tochter Franziska zur Malerin. Mit feinstem Sinn für die Realität, einem offenen Blick für das Phantastische und dem für sie typischen Humor erzählt Olga Martynova von der Selbstfindung und der Situation des Künstlers in der Gegenwart – und verbindet das auch noch mit einem Schuss Agentenroman.

Im Anschluss an die Lesung: Bühnengespräch mit Britta Heidemann

Olga Martynova, 1962 bei Krasnojarsk in Sibirien geboren, wuchs in Leningrad auf, studierte russische Sprache und Literatur. Sie lebt in Frankfurt/Main und arbeitet als Lyrikerin und Essayistin. 2011 erhielt sie den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis der Robert Bosch Stiftung und 2012 den Ingeborg-Bachmann-Preis für ein Kapitel aus ihrem zweiten Roman „Mörikes Schlüsselbein“.

Britta Heidemann studierte Amerikanistik, Politische Wissenschaften und Computerlinguistik, zeitgleich arbeitete sie als freie Autorin für verschiedene Zeitungen und Magazine. 1999 versuchte sie als Computerlinguistin an der Universität Zürich den Maschinen das Sprechen beizubringen. Seit ihrem Volontariat im Jahr 2000 ist sie der WAZ verbunden, heute als Kulturredakteurin mit dem Schwerpunkt Literatur.

Foto: Alexandra Pawloff