FIN DE MACHINE / EXIT.HAMLET | kainkollektiv & OTHNI – Laboratoire de Théâtre de Yaoundé

Wiederaufnahme | 24. Oktober 2014

Eine europäisch-afrikanische Grenz-Überschreibung

Die Straßen von Kameruns Hauptstadt Yaoundé sind eine real gewordene Darstellung des Fegefeuers: Alles-Verkäufer, Priester der Feuerkirche, tote deutsche Kolonialherren auf einem Friedhof vor dem Finanzministerium, Straßenhunde ohne Ohren, Flughunde mit Riesenohren, revoltierende Studenten, Gelegenheitsdiebe, weiße Eulen, gelbe Taxikolonnen… Inmitten des Gewimmels: eine europäisch-afrikanische Geisterjäger-Truppe auf der Suche nach der geborstenen Zeit oder besser nach dem Ausgang aus ihr:Himmel oder Hölle?

"[Eine] außergewöhnliche Spurensuche, deren Verdienst darin liegt, dass es ihr wichtiger ist, Fragen zu stellen, als vorschnelle Antworten zu liefern."
Frederike Juliane Jacob, Theater der Zeit, Januar 2014

FIN DE MACHINE/EXIT.HAMLET feierte im November 2013 Premiere im Ringlokschuppen Ruhr. Nach erfolgreichen Gastspielen in Düsseldorf, Hamburg und Yaoundé kommen der kamerunische Regisseur Martin Ambara mit seinem Theaterlabor OTHNI und kainkollektiv jetzt zurück und zeigen noch einmal die Spuren der europäischen Kolonialgeschichte in Kamerun und das Lebensgefühl zwischen Yaoundé und dem Ruhrgebiet.

Das an die Vorstellung anschließende Gespräch  für Publikum/Interessierte mit den Künstler*innen des Ensembles wird moderiert von dem renommierten belgischen Autor und Dramaturgen Ivo Kuyl.

Foto: Stephan Glagla

Mit François Stéphane Alima Mbarga, Antoine Effroy, Junior Moïse Esseba, Catherine Jodoin, David Guy Kono, Edith Nana Tchuinang Konzept und Inszenierung kainkollektiv (Lettow/Schmuck) und Martin Ambara Video Nils Voges Sound Rasmus Nordholt Bühne Malte Jehmlich und herrwolke Kostüm Emese Bodolay Produktionsleitung Kirsten Möller Regiemitarbeit Kathrin Ebmeier

Fotos: Stephan Glagla

Eine Produktion von kainkollektiv und dem OTHNI - Laboratoire de Théâtre de Yaoundé. In Koproduktion mit Ringlokschuppen Ruhr, FFT Düsseldorf und kampnagel Hamburg. Gefördert im Fonds TURN der Kulturstiftung des Bundes, sowie durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen und die Kunststiftung NRW. Die Vorstellung wird unterstützt durch das Goethe Institut.