CONAN BABY | SKART

26.09.2014

Mit der Performance Conan der Barbar brachten SKART bereits im Oktober 2013 die Odyssee des Vorzeigeeuropäers Conan, als dessen trashiges Abziehbild wir allesamt verstanden werden sollen, an den Ringlokschuppen Ruhr. Mit Conan Baby präsentieren sie deren Kernfusion mit der zweiten Episode Conan der Zerstörer. Als auf Maß gezimmertes Best-Of scheppert dieses Grande Finale so fulminant analytisch wie optisch opulent durch den Wandel der Hauptfigur: Aus dem unglücklichen und einsamen Opfer-Täter wird ein von allem Schmerz Befreiter, dem ein Leben ohne Angst und Widerspruch möglich wird - er mutiert zum Faschist.

Um aktuelle gesellschaftliche Tendenzen à la Neokonservatismus, Biedermeier-Relaunch und Einfamilienhaus-Eskapismen zu hinterfragen, weiß SKART in seinen materialintensiven Performance-Formaten mit charmanter Rotzlöffelei genauso zu punkten wie mit klassischen Schauspieleinlagen und übergriffiger Zwanglosigkeit.

Foto: Miriam Kuenzli

Eine Produktion von SKART, Künstlerhaus Mousonturm, Treibstoff Festival Basel, Kampnagel Hamburg, Ringlokschuppen Ruhr, Landestheater Marburg und WDR.

Gefördert von: Kulturbehörde Hamburg, Hamburgische Kulturstiftung, NRW Landesbüro für Freie Kultur, Kulturamt Gießen, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen und die Rudolf Augstein Stiftung.