DIE ERFINDUNG DER GERTRAUD STOCK | vorschlag:hammer

"vorschlag:hammer öffnet mit minimalistischen Mitteln den Weg in das Innenleben einer Frau, das eine kleine Schatzkammer von Anekdoten ist, die viel über die Zeit erzählen, in der sie entstanden sind. [...] Es ist ein stiller und gnadenloser Abend, der die Unausweichbarkeit des Alterns nicht nur aufarbeitet, sondern erfahrbar macht." Lisa Kerlin, trailer Ruhr

"Es [sind] gerade die jungen Leute vom Theaterkollektiv "vorschlag:hammer", die ihr Publikum in einem berührenden Kammerspiel charmant mit auf die Reise des Lebens nehmen. [...] Ein bereichernder Theaterabend, der noch lange nachwirkt, über Zeit und Vergänglichkeit - bis zum versöhnlichen bitter-süßen Ende inklusive Karamellbonbon in Goldfolie." Margitta Ulbricht, WAZ

Do. 02. / Sa. 04. / So. 05. Juni 2016 | je 18.00 Uhr und 20.30 Uhr

Die Zeit schreitet unablässig voran. Sie lässt die Dinge zurück, die ihr nicht folgen können. Wir erleben somit dauernd den Zerfall der Welt und damit den Lauf der Zeit. Aber was ist es, was zerfällt? Der Körper, die Zeit, die Erinnerung? Was kann es bedeutet haben, in den vergangenen 80 Jahren eine Frau gewesen zu sein und heute alt zu leben?

In einer theatralen Anordnung entwirft vorschlag:hammer einen Abend über die heute 84jährige Gertraud Stock. Anhand von Interviews, Fotos und autobiographischen Aufzeichnungen entsteht ein Leben: Welche Rollen hat Gertraud Stock im Lauf dieses Lebens eingenommen, welche Identitäten spielen jetzt, im rückwirkenden Konstrukt dieses Lebens, eine Rolle? Wer kann sie gewesen sein, wie kann sie entscheiden, wer sie jetzt mit 84 sein will? Welche Erzählungen werden wiederholt, welche ausgelassen? Können wir dem unaufhaltsamen Prozess des Alters etwas für unser Leben abgewinnen?

Wir werden Gertraud Stock als das kennenlernen, was sie von sich preisgibt und als diejenige, zu der wir sie machen. Es ist unklar, wie verlässlich Gertraud Stock als Autobiographin arbeitet und wie reißerisch vorschlag:hammer als Ghostwriter dieser Biographie vorgehen.

vorschlag:hammer sind dafür bekannt, mit minimalistischen performativen Mitteln das klassische Erzähltheater stetig neu zu erfinden. Ihr Ansatz zeichnet sich durch einen unzynischen Blick aus, der ihre Arbeiten mit viel Witz, Klugheit und dem Charme des Unperfekten bereichert. vorschlag:hammer sind der Spitzenförderung Theater des Landes Nordrhein-Westfalen.

Von und mit Kristofer Gudmundsson, Gesine Hohmann, Stephan Stock, Olivia Wenzel Bühne Thomas Giger Produktionsleitung Rabea Grand Assistenz Eva Hintermaier

In Koproduktion mit Ringlokschuppen Ruhr, Ballhaus Ost, ROXY Birsfelden.
Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds, das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, den Fachausschuss Tanz und Theater BS/BL und die Kunststiftung NRW.