PHAIDRA | Cooperativa Maura Morales

14. Oktober 2016 | 20.00 Uhr | PREMIERE!
15. Oktober 2016 | 20.00 Uhr

Foto: Klaus Handner

 

Der Phaidra-Mythos, wie ihn Euripides in seinem ersten Versuch der Tragödie interpretiert, erzählt von dem verstörenden animalischen Trieb, den wir Sexualtrieb nennen. Im Fall der Phaidra jedoch wird die sexuelle Leidenschaft noch verstörender: eine Frau in der letzten Phase ihrer Fruchtbarkeit, verliebt in einen jungen Mann, ihren Stiefsohn Hippolytos, welcher am Beginn seines Sexuallebens steht. Als dieser ihre Liebe zurückweist, begeht sie Selbstmord. Nicht ohne jedoch eine Nachricht zurückzulassen mit der falschen Beschuldigung, Hippolytos habe ihr nachgestellt...

Die Cooperativa Maura Morales versteht sich auf eine energetische und narrative Form des zeitgenössischen Tanzes, die sich mit Leidenschaft an ihren Themen abarbeitet und dieselben immer als Metapher in unseren gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnissen situiert. Ihre choreographische Auseinandersetzung blickt ebenso in die Geschichte der griechischen Mythologie zurück wie nach vorne und ein Stück weit über die Herausforderungen und Zumutungen der Gegenwart hinaus. 

Die Tanzkompanie COOPERATIVA MAURA MORALES besteht im Kern aus der Tänzerin und Choreographin Maura Morales und dem Gitarristen und Komponisten Michio. Die Gruppe besteht seit 2010 und hat seitdem zahlreiche Bühnenstücke realisiert, die regelmäßig in ganz Europa und in Südamerika zur Aufführung kommen. Sowohl durch die Auszeichnung zweier der renommiertesten Tanzpreise in NRW, nämlich des Kurt-Jooss-Preises 2013 und des Förderpreis für darstellende Kunst 2014 der Landeshauptstadt Düsseldorf, als auch durch die letzten Produktionen Wunschkonzert, Don Nadie - Herr Niemand, Sisyphos war eine Frau und Stadt der Blinden hat sich die COOPERATIVA MAURA MORALES in kürzester Zeit in der hiesigen Tanzszene etabliert.

 

Eine Produktion der Cooperativa Maura Morales. In Koproduktion mit Ringlokschuppen Ruhr, FFT, Pumpenhaus und Choreographisches Zentrum (CC) Heidelberg.
Gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen und das Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf.