I do not believe in styles anymore

vorschlag:hammer

Performance / Theater / Tanz
Fr. 16. Juni 2017, 20.00 Uhr
Eintritt  

„ To me a motion picture is motion. You got to keep the dialogue down.“ Bruce Lee

vorschlag:hammer trainieren sich im Kämpfen. Sie kämpfen mit ihren Körpern. Sie zeigen Kampf und kämpfen tatsächlich. Sie wenden Gewalt an und lassen sich Gewalt antun. Sie machen fingierte Stunts und prügeln sich wirklich, sie üben Choreografien traditioneller Kampfkünste ein und wenden diese an. Dabei lassen sie sich vom großen Martial Artist Bruce Lee, seinen Texten und Filmen und seinem popkulturellen Erbe inspirieren.

Aus dem Aufeinandertreffen der eigenen und der fremden Körper als Ausdrucksmittel der Gewalt, des Geschlechts, der Identität und des Individuellen entsteht ein Bewegungstheater. Wie lassen sich Lees Vorschläge auf die weißen, untrainierten Körper von vorschlag:hammer anwenden? Und wie lassen sich Lees Körperkonzepte und die Gewaltszenarien seiner Filme analysieren und besprechen? Wie unterscheiden sich der reale Kampf und seine Repräsentation in Sport, Film und auf der Bühne? Was bleibt, wenn Macht körperlich erzwungen oder legitimiert wird und was bedeutet die Ausübung körperlicher Macht für eine Gesellschaft?

Es entsteht eine Arbeit, die beim Disziplinieren unserer Körper beginnt, sie in den Kontext von Bruce Lees Arbeiten stellt, dabei über die Figur und Lesbarkeit von Bruce Lee nachdenkt und die Körper in der Gesellschaft unserer Zeit debattiert.

Ort Ringlokschuppen Ruhr | Am Schloß Broich 38 | 45479 Mülheim an der Ruhr