Solidarität, Klasse und Bewusstsein
Freiheit und Individualität, die Befreiung des Einzelnen aus den Zwängen des Kollektiven, sind heute Teil des Versprechens moderner Gesellschaften. Die Kehrseite davon sind Konkurrenz, Anpassungsdruck, Vereinsamung und die schleichende Auflösung gemeinsamer Erfahrungen und Bezugspunkte. Was als Freiheit erscheint, geht oft einher mit Vereinzelung und dem Verlust eines geteilten Bewusstseins von Klasse und solidarischer Zugehörigkeit.
Mit Blick auf den 1. Mai, den internationalen Kampftag der Arbeiter*innenklassse, beschäftigen wir uns in den Produktionen Working Class Daughters, Mülheim Absturz Ruhr und ENSEMBLE mit Solidarität, Klasse und Bewusstsein.
Unter welchen Verhältnissen leben wir, und wie formen sie unsere Identität? Welche Formen von Solidarität lassen sich (wieder) neu denken, wenn wir nicht alleine bleiben, sondern das „Wir“ zusammen-denken?