We who do not belong

Soko Jena

Tanz / Performance
Freitag 20. Februar 2026, 20.00 Uhr
Samstag 21. Februar 2026, 20.00 Uhr
We who do not belong, Copyright Emelyn Yabar Tito

We Who Do Not Belong

We Who Do Not Belong ist eine berührende, choreografierte Solo-Performance, die traditionelle Bewegungselemente aus Simbabwe mit zeitgenössischem Tanz verbindet und von L’Après-midi d’un Faune inspiriert ist. Durch eine sich entwickelnde Musikkomposition, die simbabwische Rhythmen, elektronische Klanglandschaften, Spoken Word und Archivaufnahmen miteinander verknüpft, folgt das Stück der Reise von Migrant*innen von Afrika nach Europa.

Die Performance stellt persönliche Erfahrungen von Migration ins Zentrum: emotionale Zustände, Erinnerungen und Erwartungen, die das Leben eines migrierenden Menschen prägen. Die Arbeit lädt dazu ein, in die subjektive Welt von Migrant*innen einzutreten – in einen Raum, der im gesellschaftlichen Alltag oft unsichtbar bleibt.

Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen von Unsicherheit, Warten, Hoffnung und Erschöpfung; Erfahrungen, die viele Menschen im Laufe einer Auswanderung begleiten. Migration bedeutet für viele nicht allein eine räumliche Veränderung, sondern einen tiefgreifenden biografischen Einschnitt. Psychologische Forschungen beschreiben sie als eine der einschneidendsten Erfahrungen im menschlichen Leben.

We Who Do Not Belong eröffnet keinen Diskursraum im politischen Sinne und formuliert keine Forderungen. Die Arbeit schafft vielmehr einen Erfahrungsraum: einen Moment des Daseins, des Mitgehens und des inneren Zuhörens.

Der Aufbau des Stücks spiegelt die einzelnen Phasen wider: den Aufbruch, die gefährliche Überfahrt, die Hoffnung auf ein Ankommen, die Ablehnung und die Widerstandsfähigkeit angesichts anhaltender Ausgrenzung. Begleitet werden die Tanzbewegungen von Projektionen der Erfahrungen von Migrant*innen auf dem Mittelmeer, durch die sich das Publikum in die Unbeständigkeit, Einschränkungen und Widerstandsfähigkeit der Flüchtlinge hineinversetzen kann.  

We Who Do Not Belong ist ein kraftvolles Statement des Widerstands, eine Forderung nach Gerechtigkeit und ein Aufruf, sich mit Vergangenheit und Gegenwart auseinanderzusetzen. Es hinterfragt Grenzen – sowohl materielle als auch ideologische – und fordert Raum zurück in einer Welt, die ihn zu verweigern sucht. 

Eintritt 5/12/18/25€ - Pay what you can

Ort Ringlokschuppen | Am Schloß Broich 38 | 45479 Mülheim an der Ruhr

Eine Koproduktion von