Bam 밤 – für violette Nächte
Tacho Tinta
Bam 밤 – für violette Nächte
BAM 밤 – für violette Nächte ist TachoTintas Einladung zu einem Trauerfest aus neuen kollektiven Ritualen. Vier Performer*innen verwandeln Gesten, Lieder und Gedichte in choreografische Zeremonien über migrationsbedingte Trauer. Zwischen zeitgenössischem Tanz, Gebärdenpoesie und ironischem Pop entsteht ein Ort, an dem Isolation unser Feind ist, ein Ort, an dem wir unsere Kehle befreien, tanzen, bis wir uns wiederfinden. Unchoke and dance! Hier hallt Trauer wider, bis sie sich in neue Kraft verwandelt.
Mit „BAM 밤“ (Nacht auf Koreanisch) lädt TachoTinta zu einem Trauerfest aus neuen kollektiven Ritualen ein. Der Raum füllt sich mit choreografischen Widmungen, Trinksprüchen, Feiern und Tänzen, inspiriert von migrationsbedingter Trauer. Vier Performende und Publikum machen Platz für Frustration, Nostalgie, Sehnsucht und Hoffnung. Ausgangspunkt sind Beobachtungen zu den emotionalen und körperlichen Folgen, die Migration mit sich bringen kann. TachoTinta verbindet zeitgenössischen Tanz mit Gebärdenpoesie, Musik und Videokunst.
„BAM 밤 – für violette Nächte“ ist ein Ort, an dem Isolation unser Feind ist, an dem wir unsere Kehlen befreien und tanzen, bis wir einander wiederfinden. Unchoke and dance! Hier hallt Trauer wider, bis sie sich in neue Kraft verwandelt. Denn dies wird eine lange Nacht.
In den Stücken "Cultural Drag" und "commonnorm" haben die Tanzkünstler*innen Mijin Kim, Silvia Ehnis Pérez Duarte und Enis Turan alltäglichen kulturelle Annahmen und Missverständnisse zum Ausgangspunkt genommen. Nun stehen sie wieder gemeinsam und zum ersten Mal mit Hyemi Jo auf der Bühne. Die Taube Künstlerin und Aktivistin widmet sich in ihrer eigenen Arbeit der Deaf Culture und ihren Ausdrucksformen.
TachoTinta ist ein 2017 gegründetes choreografisches Kollektiv mit Sitz in Nordrhein-Westfalen unter der künstlerischen Leitung von Silvia Ehnis Pérez Duarte und Mijin Kim in enger Zusammenarbeit mit dem Dramaturgen Robin Junicke. Mit einer Prise Selbstironie und einer Neugier für das Rohe entwerfen sie temporäre choreografische Universen. Gemeinsam nähern sie sich Fragen der Körperlichkeit und des Storytellings aus einer transkulturellen Perspektive und lassen sich von den Hürden und Missverständnissen auf dem Weg dorthin inspirieren.
Ihre Bühnenproduktionen waren bereits an verschiedenen Theatern in Deutschland zu sehen und feiern ihre Premieren traditionell in Mülheim an der Ruhr. Die erste Produktion “Cultural Drag” wurde 2021 zu tanz nrw eingeladen und tourt seit 2024 in einer neuen Fassung unter dem Titel “Cultural Drag xxs”. 2022 folgte die zweite abendfüllende Produktion “commonnorm. 2024 war TachoTinta Teil des Stadtprojekts “Schwimm City” im MüGa Park im Rahmen des Impulse Theater Festivals und entwickelte ein choreografisches Porträt von Unterwasser-Rugbyspieler*innen. Derzeit wird TachoTinta von der RheinEnergieStiftung Kultur sowie der KunstSalon-Stiftung gefördert und erhält bis 2028 die Konzeptionsförderung Tanz des Landes Nordrhein-Westfalen. In Kooperation mit dem Ringlokschuppen Ruhr und dem PRT Bochum setzt die Companie neue Impulse für den Tanz im Ruhrgebiet und darüber hinaus.
Homepage
https://tacho-tinta.com/
Credits
Konzept und Künstlerische Leitung: Mijin Kim, Silvia Ehnis Perez Duarte
Co-Kreation und Performance: Mijin Kim, Silvia Ehnis Perez Duarte, Enis Turan, Hyemi Jo
Dramaturgie: Robin Junicke
Deaf Coach: Rita Mazza & Dodzi Dougban
Bühnendolmetscherin für DGS: Hyemi Jo
Video: Jihanna (Hanna Noh & Jiha Jeon)
Sound Design: Nicolas Berge & Szymon Wójcik
Öffentlichkeitsarbeit: Studio Flitzi
Lichtdesgin: Simon Lenzen
Technische Betreuung: Aurel Bergkemper & Timo Löffler
Creative Production: Mark Christoph Klee
Projektassistenz: Paula Castelli Villegas
„Bam 밤 – für violette Nächte“ ist eine Produktion der TachoTinta GbR, koproduziert vom Ringlokschuppen Mülheim an der Ruhr und der Theaterwerkstatt Pilkentafel Flensburg. Sie wurde gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, das Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur Schleswig-Holstein, das Kulturamt der Stadt Köln sowie das Kulturbüro der Stadt Flensburg. Mit Unterstützung von Quartier am Hafen und Depot Köln. Die DGS-Dolmetschung wird anteilig von der Kämpgen-Stiftung Köln gefördert.